Großbetrieb verlangt auch große Leistung. 31.03.2008

Wer 2.000 ha Acker zu bewirtschaften hat, muss an seine Maschinen auch sehr große Ansprüche stellen. Funktion, Lebensdauer und Leistung sind da besonders gefragt. Am Gutshof Hardegg in Seefeld-Kadolz, einem der größten Ackerbaubetriebe Österreichs, gilt diese Herausforderung zwei unserer Maschinen: Ein Schlegelmulchgerät und eine Väderstad-Rapid-Sämaschine.

Herbert Eder

Der Schlegelmulcher mit 5 m Arbeitsbreite (2 x 2,5 m) könnte schon einiges erzählen, denn der ist seit fast zwanzig Jahren im Einsatz. In den letzten Jahren „nur“ mehr auf 500 ha .p A., wenn die Winterbegrünung aus Senf oder Perko einer neuen Aussaat weichen muss. Die frühere zusätzliche Schwerarbeit des Abschlegelns von 300 ha Maisstroh haben inzwischen leistungsstarke Mähdrescher mit ihren Unterflurhäckslern übernommen.

Im Vergleich zu konventionellen Bauernhöfen wird der Mulcher am Hardegghof noch genug beansprucht. Damit der Mulcher in der Saison seine Leistung voll und störungsfrei bringt, wird er einmal im Jahr gewartet und alle drei Jahre (1.500 ha) wird der Schlegelsatz ausgewechselt. „Dann wird mit 150 PS zügig aufgeräumt: 30 ha in zehn Stunden“, sagt Oberverwalter Ing. Herbert Eder.

Höchste Leistung wird auch in der Aussaat verlangt. Mit der 6-Meter-Rapid von Väderstad wurde bereits vor elf Jahren ein neuer Meilenstein in der Leistung gesetzt. Neben der Arbeitsbreite ist es vor allem die Fahrgeschwindigkeit von 15 bis 20 km/h, die 60 bis 70 Hektar Saatleistung am Tag sichert. Und das bei sehr exakter Verteilung und in der gewünschten Saattiefe. Mit der Vorgängermaschine eines anderen Systems wurde knapp die halbe Leistung erreicht.

Der geräumige Saatkasten der Väderstad nimmt bei Mais gleich eine Tagesmenge an Saatgut auf. Einen weiteren Vorteil zeigt Oberverwalter Eder auf: Es wird kein Beizmittel abgesaugt, das dadurch den Saatgutschutz mindert und gleichzeitig den Fahrer bei tagelanger Saatarbeit in seiner Gesundheit beeinträchtigen kann. Dass die Rapid fast jedes Saatgut ausbringen kann, ist ein generelles und damit auch betriebswirtschaftliches Plus.

Die Standzeit der Schare spricht auch auf den Hardegg´schen Feldern, die zur Hälfte pfluglos bewirtschaftet werden, für das Material der Väderstad: Die Scheiben müssen nur alle fünf Jahre ausgetauscht werden. Störungen? „Ja, die Elektronik an der Spurautomatik musste einmal gewechselt werden“ sagt Eder und bestätigt gleichzeitig das effektive Service der Fa. Hammerschmied und deren schlagkräftige Ersatzteilversorgung.

Der Hardegg´schen Betriebsgröße entsprechend können normale Wartungsarbeiten – vor allem in arbeitsschwachen Zeiten – im eigenen Betrieb ausgeführt werden. Bei Störfällen in der Saison oder für spezielle Reparaturen müssen aber geschulte Servicetechniker her. Da ist Oberverwalter Eder mit den Leuten von Hammerschmied sehr zufrieden; umso mehr als er auch andere Erfahrungen hat.

Bericht Gutshof Hardegg von Franz Hofer vom 31.März 2008

Seit 1993 haben die Jatschkas schon ein HMF Schlegelmulchgerät von Hammerschmied. „Das funktioniert seit 15 Jahren bestens. Wir haben überhaupt kein Problem damit. Erst kürzlich haben wir den hydraulischen Seitenverschub nachrüsten lassen“, gibt sich Sebastian Jatschka sehr zufrieden.